Die
Zeit zur Flucht kann kurz sein.
Eine experimentelle Studie des NIST (1)zur Effektivität von Brandmeldern ergab:
Die Zeit vom Brandbeginn bis zu bedrohlichen Bedingungen hat sich stark verkürzt:
von etwa 17 Minuten in den 70er Jahren auf gegebenenfalls 3 Minuten heute.
Grund sind Art und Menge der heute in Wohnungen anzutreffenden Materialien, wie
zum Beispiel Textilien.
(1)
National Institute of Standards and
Technology/ USA
Pro
Jahr sterben in Deutschland ca. 600 Menschen durch Brände, und ca. 6000 Menschen werden schwer verletzt.
Dabei sind Rauchvergiftungen die häufigste Todesursache.
Die
Installation von Rauchmeldern Wohnhäusern kann im Brandfall Leben retten. Die Sensoren registrieren bereits sehr kleine Rauchmengen und lösen dann den
Alarm aus. d. h. ein Brand wird sehr früh entdeckt. Es wird empfohlen, in jedem Zimmer einen Brandmelder zu Instalieren.
Sinnvoll
sind Geräte, die über Funk miteinander verbunden sind.Löst ein Melder, z.B. auf dem Dachboden aus, werden alle anderen Melder über
Funk mit ausgelöst.
Die am meisten verbreitetsten Brandmelder sind zur Zeit die optischen bzw.- photoelektrischen Rauchmelder. Sie werden bevorzugt eingesetzt, wenn mit vorwiegend kaltem Rauch bei Brandausbruch (Schwelbränden) zu rechnen ist.
Arbeitsweise:
Die Melder besitzen eine Kammer, in der eine Infrarot- Leuchtdiode und eine
Photodiode enthalten sind. Klare Luft reflektiert fast kein Licht, der Prüfstrahl der Diode kann die Photodiode nicht erreichen. Erst
Rauchpartikel reflektieren den Prüfstrahl der IR- LED, die Photodiode
registriert das Licht und der Melder spricht an.
Zum
Schluss noch etwas zur Rauchwarnmelderpflicht
In Großbritanien wurde 1992 eine gesetzliche Rauchwarnmelderpflicht eingeführt, die für alle neuen Gebäude mindestens einen Rauchwarnmelder pro Etage fordert. 1987 waren etwa 9%, 1998 etwa 75% der britischen Haushalte mit Meldern ausgestattet. Die Zahl der Brandtoten sank seit 1987 um rund 40%.
In den USA sind etwa 93% aller Haushalte mit insgesamt etwa 120 Mio. Rauchwarnmeldern ausgestattet. Die seit den 1970er Jahren bestehenden Regelungen in zahlreichen Bundesstaaten führten zu einer Reduzierung der Brandtotenanzahlen um ebenfalls rund 40%.
In Schweden, wo etwa 70% aller Haushalte mit Meldern ausgestattet sind, gelang sogar eine Verringerung der Zahl der Brandopfer um 50%.
In Kanada, den Niederlanden und Teilen Australiens besteht ebenfalls eine gesetzliche Rauchwarnmelderpflicht.
Rauchwarnmelderpflicht in Deutschland
Da
Baurecht in Deutschland Länderrecht ist (Landesbauordnung), sind die Regelungen
uneinheitlich, viele Länder haben keine Pflicht zur Ausstattung mit
Rauchwarnmeldern und sehen dies auch in den nächsten Jahren nicht vor.
Aus
der Landesbauordnung (LBauO) Rheinland-Pfalz (§ 44 Abs. 8):
"In Wohnungen müssen Schlafräume
und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen,
jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Rauchwarnmelder müssen so
eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet
wird."
(Quelle: WIKIPEDIA)